Cookies

Cookie-Nutzung

Zeckenentfernung – Zecken sanft entfernen und generell vorbeugen

Zeckenzange Keine Angst. Eine Zecke auf dem eigenen Körper, beim Kind oder einem Haustier zu entdecken, ist zwar erst einmal ein kleiner Schock, aber kein Grund zum Verzweifeln. Wir zeigen dir, wie du die Zecke sanft und sicher entfernen kannst und die Gefahr umgehst, dass der Kopf steckenbleibt. Wir verraten dir außerdem, wie du einem Zeckenbiss vorbeugen und wie du dich nachhaltig gegen Zecken schützen kannst. So steht einem ausgedehnten Besuch in der sonnigen und grünen Natur nichts mehr im Weg.
Besonderheiten
  • sichere Zeckenentfernung
  • für Mensch und Tier wichtig
  • Wissenswertes zum Vorbeugen
  • nützliche Hilfsmittel
  • Hausmittel zum Zecken entfernen

Beliebte Produkte zur Zeckenentfernung im Test & Vergleich 2018

Top-Themen: Hilfsmittel, Vorbeugen, Symptome, Hausmittel

Woher kommen die Zeckenbisse bzw. Zeckenstiche überhaupt?

Wer sich gerne im Freien aufhält und das bevorzugt während der warmen Jahreszeit, der kommt früher oder später um eine Begegnung mit den unliebsamen Zecken kaum herum. Einzige Abhilfe ist das konsequente Vorbeugen und Schützen, was jedoch bei vielen Menschen erst dann ein wirklicher Wunsch wird, wenn sie einmal einen Zeckenbiss hinter sich haben.

Doch woher kommen die kleinen Blutsauger überhaupt? Generell gehören Zecken zur Milben-Klasse. Sie sind blutsaugend und bevorzugen dabei nicht nur Tiere, sondern auch Menschen. Bei einem Zeckenbiss findet so gesehen nicht wirklich ein Biss statt. Die Zecke ritzt dagegen mit einer Art Werkzeug ein Stück der Haut auf und schiebt den Stechrüssel in die Wunde. Dabei handelt es sich nicht um einen Saugrüssel, da das Blutsaugen selbst über die Mundöffnung vorgenommen wird. Korrekt ist also die Bezeichnung Zeckenstich statt Zeckenbiss.

Vorkommen von Zecken: Weltweite Gefahr von Zeckenbissen

So leid es uns tut: Zecken sind leider weltweit verbreitet und fühlen sich überall dort wohl, wo auch ihr Wirt unterwegs ist. Natürlich hängt auch viel von den Umweltfaktoren ab, aber da es unzählige verschiedene Zeckenarten gibt, hat auch jede Zeckenart ihren bevorzugten Lebensraum.

Besonders interessant: Zwar gibt es gewisse „Vorzugswirte“ von Zecken, an die sie besonders gerne „rangehen“, doch wenn Nahrung einmal knapp wird, so begnügt sich die Zecke auch mit anderem Blut. Das macht sie sehr robust und widerstandsfähig.

Allein in Deutschland leben etwa 20 Arten von Zecken, wobei der „Gemeine Holzbock“ am häufigsten anzutreffen ist und den Menschen befällt. Immerhin gibt es von diesen etwa 20 Sorten auch einige Zeckenarten, die sich nur an Vögeln und anderen Tieren vergreifen, nicht aber am Menschen. Das macht es nicht mehr erträglich, aber immerhin gibt es Möglichkeiten, sich bestmöglich vor Zeckenstichen zu schützen.

Wie wichtig ist die Zeckenentfernung?

Hast du einen kleinen Plagegeist entdeckt, der sich schon bei dir, deinem Kind oder Tier festgesaugt hat? Dann nichts wie los, du solltest dich recht schnell mit der Zeckenentfernung auseinandersetzen. Es ist nicht unbedingt nötig, dass du sofort zum Arzt gehst, denn Zecken können in der Regel recht unkompliziert selbst entfernt werden. Wichtig ist aber, dass du dabei einige Hilfsmittel zur Hand hast und auch einige Grundsätze beachtest. All das verraten wir dir in den nachfolgenden Abschnitten.

Hilfsmittel zur Zeckenentfernung

Am häufigsten kommt eine kleine Zeckenzange zum Einsatz, die speziell darauf ausgelegt ist, Zecken zu entfernen und dabei kein Risiko einzugehen. Falls du diese Zeckenzange nicht zur Hand hast, ist auch eine gängige Pinzette möglich. Im schlimmsten Fall (wobei wir davon abraten) wäre auch der Finger ein mögliches „Werkzeug“. Nachfolgend stellen wir dir die gängigsten Varianten vor, wobei du eine Zeckenkarte, ein Zeckenlasse und eine Zeckenzange immer der normalen Pinzette vorziehen solltest.

Hilfsmittel für die Zeckenentfernung
PinzetteEine Pinzette hat vermutlich fast jeder im Haushalt. Beachte allerdings, dass die Pinzette für die Zeckenentfernung möglichst spitz und vorne gebogen sein sollte. Befolge nun die nachfolgenden Schritte:

  • Greife die Pinzette mit einer Hand und lege (z.B. bei einem Tier) mit der anderen Hand (oder mithilfe einer zweiten Person) die entsprechende Hautstelle frei.
  • Nun setzt du die Pinzette so nah wie möglich an der Haut an.
  • Achte darauf, dass die Pinzette auf keinen Fall auf das Hinterteil der Zecke drückt, sondern möglichst weit vorne an der Haut sitzt.
  • Hast du die Zecke fest im Griff und hast du außerdem sichergestellt, dass du so weit vorne wie möglich greifst, ziehst du die Pinzette nun senkrecht nach oben heraus.
ZeckenkarteBei diesem Hilfsmittel gibt es verschiedene Abwandlungen. Einerseits kann es sich um eine richtige Karte handeln, die in der Mitte eine Aushöhlung hat. Die zweite Variante ist eine kleine Scheibe, die wiederum nicht komplett rechteckig geformt ist, sondern eine Aushöhlung in Richtung Oberseite hat, die ebenfalls wieder nach innen über eine Aushöhlung für die Zecke verfügt. In beiden Fällen gehst du bei der Zeckenentfernung wie folgt vor:

  • Greife auch bei der Zeckenkarte das Hilfsmittel erst einmal mit einer Hand und lege die Stelle mit der Zecke frei.
  • Nun schiebst du die Zeckenkarte langsam über die Zecke, sodass sie in die kleine Öffnung gelangt.
  • Fixiere die Zeckenkarte, indem du sie möglichst weit und hautnah wie möglich platzierst.
  • Ziehe die Karte nun in einer gleichmäßigen und langsamen Bewegung schräg nach oben.
ZeckenlassoEine dritte Variante ist eine Art Lasso, welches wie ein Stift mit einer Schlaufe konzipiert ist. Hierbei legst du die Schlaufe um die Zecke und entfernst sie somit ebenfalls sicher.

  • Setze die Schlaufe des Zeckenlassos so an, dass die Schlaufe über den Zeckenkörper gelegt wird.
  • Achte darauf, dass die Schlaufe absolut hautnah ist und ziehe sie nun zusammen. Auf diese Weise wird das Zeckenlasso fixiert und ein Abrutschen verhindert.
  • Nach dem Schließen der Schlaufe kannst du die Zeckenzange vorsichtig hochziehen und die Zecke damit vollständig entfernen.
ZeckenzangeBesonders bekannt dürfte die Zeckenzange sein, die ebenfalls in vielen Haushalten schon gang und gäbe ist. Auch du solltest dir unserer Meinung nach mindestens eine Zeckenzange zulegen, mit der du Kinder, dich selbst und auch Tiere von den lästigen Plagegeistern befreien kannst. Führe hierfür die folgenden Schritte durch:

  • Halte die Zeckenzange zwischen Daumen und Zeigefinger und sorge dafür, dass sie gut sitzt.
  • Lege nun die Hautstelle frei und setze die Zeckenzange mit geöffneten Greifarmen nahe an der Haut an. Meistens ist zum Öffnen der Greifarme ein Knopf (wie bei einem Kugelschreiber) vorgesehen.
  • Wenn du die Zecke vorne an den Greifarmen im Griff hast, löst du den Knopf und die Greifarme rasten ein.
  • Drehe nun den Körper (mitsamt der Zeckenzange) ein paar Mal im Kreis – ganz vorsichtig und langsam.
  • Nun kannst du die Zecke behutsam und ohne Schmerzen und Rückstände aus der Haut ziehen.

Von diesen Methoden zur Zeckenentfernung raten wir ab

Natürlich gäbe es noch weitere Möglichkeiten, um eine Zecke vom Mensch oder Tier zu entfernen, doch in beiden Fällen raten wir dir auf jeden Fall ab. Solltest du schon jetzt eine Zecke besitzen oder eine Zecke bei deinem Tier gefunden haben, dann wäre unser Rat dennoch, dir erst einmal eine Zeckenkarte oder ein Zeckenlasso zuzulegen, um eine wirklich sichere Zeckenentfernung zu gewährleisten. Das Entfernen

  • mit Zeigefinger und Daumen
  • mit Klebstoff
  • mit Öl

können wir dir nicht empfehlen, daher solltest du derartige Experimente am besten gleich einstampfen. Im schlimmsten Fall könnte die Zecke durch diese Varianten mit dem Kopf stecken bleiben oder Krankheitserreger ins Blut abgeben, wenn das Entfernen nicht schnell genug klappt.

Ab wann zum Arzt?

Nach der Zeckenentfernung raten wir dir, die Einstichstelle noch ein paar Tage im Blick zu behalten. So kannst du sicherstellen, dass sich die Haut nicht entzündet. Generell ist ein Arzt-Besuch zu empfehlen, wenn die Einstichstelle

  • rot wird,
  • sich entzündet,
  • heiß ist,
  • oder pocht.

In diesem Fall sollte ein Arzt zur Abklärung lieber einen Blick auf die Einstichstelle werfen, um sicherzustellen, dass keine Krankheitserreger für die Probleme verantwortlich sind, die unter Umständen noch mehr Probleme bereiten könnten.

Zeckenstichen vorbeugen: Lange, helle Kleidung ist das A und O

Im Sommer tragen wir ungern enge und lange Klamotten, wenn die Temperaturen in die Höhe schießen. Kein Wunder also, dass auch Zecken viel freie Haut zur Verfügung haben, um ihren Blutdurst zu stillen. Um dich vor Zecken zu schützen, ist das Becken der freien Stellen daher eine sehr gute Maßnahme. Natürlich könntest du auch einfach alle Gegenden meiden, in denen Zecken vermehrt auftauchen, doch das wird vermutlich niemals ganz funktionieren. Generell können wir dir zur Vorbeugung von Zeckenstichen folgende Tipps mit auf den Weg geben.

  • Lange Kleidung: Wo keine Haut zu finden ist, lässt sich auch nicht stechen – das ist die Grundregel bei der Prävention von Zeckenstichen. Natürlich sollst du deine Hosenbeine nicht mit Packband zukleben und unter deiner Jeans zwei weitere Lagen anziehen, um dich zu schützen. Es reicht schon, wenn der Zugang zur Haut erschwert ist, sodass die Zecken sich vielleicht lieber einen anderen Wirt suchen.
  • Helle Kleidung: Wenn sich eine Zecke bereits auf deiner Kleidung befindet, siehst du sie auf hellen Kleidungsstücken schlichtweg besser und kannst sie noch vor einem Stich absammeln.
  • Zeckenmittel: Auch Sprays und Öle, die Insekten im Allgemeinen abweisen, können vorbeugend eingesetzt werden. Diese Mittel werden auch „Repellents“ genannt.
  • Kontrolle: Vorsicht ist gut, Kontrolle ist bekanntlich noch besser. Auch dieser Grundsatz ist bei der Zeckenvorbeugung sinnvoll, denn auch, wenn du alle Grundsätze beherzigst, kann es sein, dass sich eine Zecke auf deine Haut verirrt und gestochen hat (oder noch eine geeignete Hautstelle sucht). Aus diesem Grund solltest du dich selbst (und andere Personen und Tiere) nach jedem Besuch in der freien Natur auf Zecken untersuchen und auch untersuchen lassen. Und ja, dabei kommt es auf jede einzelne Körperstelle an, auch die Stellen, die dir beim Untersuchen vielleicht unangenehm sind. Übrigens sollten natürlich auch Tiere kontrolliert werden, wenn du z.B. mit dem Hund vom Spaziergang kommst oder deine Freigänger Katze nach Hause kommt. In diesem Fall bietet sich ein Zeckenkamm an, mit dem du durch das Fell des Tieres gehst.
  • Impfen: Zwar gibt es keine Impfung, die vor einem Zeckenstich schützt, aber zumindest eine Impfung, die vor der FSME-Erkrankung schützt, die aus einem Zeckenstich resultieren kann. Auch die STIKO (Ständige Impfkommission) empfiehlt diese Impfung – und zwar nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene, sofern sie in einem FSME-Risikogebiet unterwegs sind (das gilt nicht nur für den Wohnort, sondern auch für Urlaub oder Arbeitsstätten etc.).

Welche Krankheiten können durch Zecken übertragen werden?

Dass Zecken Krankheitserreger übertragen können, dürfte fast jedem Menschen bekannt sein. Doch um welche Erreger handelt es sich dabei eigentlich und was könnte uns im schlimmsten Fall passieren?

Eine der schwersten Erkrankung durch Zeckenstiche ist FSME, die Frühsommer-Meningoenzephalitis. Dabei handelt es sich wahrlich nicht um eine harmlose Krankheit, da es bei der FSME zur Hirnhautentzündung kommen kann, die in einer schweren Nervensystem-Schädigung endet. Die FSME kann leider nicht in ihrer Ursache bekämpft werden, was bedeutet, dass die Vorsorge von Zeckenstichen umso wichtiger ist. Unterschätze das Risiko nicht!

Wichtig: Es ist vollkommen egal, wie lange die Zecke schon Blut gesaugt hat, wenn es um Krankheiten geht. Der Erreger befindet sich bei der Zecke direkt im Speichel, daher gelangt der Krankheitserreger auch schon mit dem Stechen in die Wunde, selbst, wenn die Zecke noch sehr klein ist und kaum zum Blut saugen kam – sie war dran.

Als weitere häufige Erkrankung ist die Borreliose (eigentlich „Lyme-Borreliose“) zu nennen. Hierbei handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die

  • Gelenke
  • Nervensysteme
  • und Organe (vor allem die Haut)

betrifft. Dabei ist diese Erkrankung sogar sehr häufig anzutreffen, zumindest im Vergleich der eher selten auftretenden FSME (die dafür umso gefährlicher ist). Ganz gleich, ob du auf dem Land lebst, im Wald spazieren warst, oder in einer Großstadt zu Hause bist – Borreliose kann dich leider überall treffen, denn Zecken können in jedem Busch unterwegs sein. Generell handelt es sich in Europa bei der Lyme-Borreliose um die häufigste Erkrankung, die von Zecken übertragen wird. Ganze fünf bis etwa 35 Prozent aller Zecken beherbergen diesen Krankheitserreger. Dabei kommt es allerdings auch etwas darauf an, wo du lebst. In Süddeutschland sollen beispielsweise um die 30 bis 50 Prozent der Zecken mit Borreliose befallen sein.

Gut zu wissen: Beim FSME Virus findet die Übertragung direkt statt. Bei der Borreliose ist dies anders. Die Angaben reichen von etwa 6 bis 48 Stunden. Fakt ist allerdings, dass die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass Borrelien übertragen werden, desto länger die Zecke bereits gesaugt hat.

Symptome bei einer Erkrankung durch einen Zeckenstich

Welche Symptome können bei einem Zeckenstich eigentlich auftreten? Ein Hinweis auf eine Erkrankung (in dem Fall Borreliose) können

  • Rötungen
  • Entzündungen
  • Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Nervenschmerzen
  • Fieber
  • Lähmungen
  • angeschwollene Lymphknoten
  • Schwäche
  • Müdigkeit
  • Taubheit
  • Abgeschlagenheit
  • wandernde Röte (oft erst einige Zeit später)

Da einige Symptome bei einer Borreliose nicht direkt sofort, sondern oftmals lange Zeit nach dem Stich auftreten können, ist es nicht immer einfach, z.B. Müdigkeit oder eine allgemeine Abgeschlagenheit damit in Verbindung zu setzen. Hier empfiehlt es sich, lieber einmal mehr den Arzt zu besuchen und ihn vor allem auch auf den vergangenen Zeckenstich hinzuweisen.

Bei der FSME kommt es dagegen recht schnell zu den ersten Symptomen:

Die ersten Symptome:

  • Durchfall
  • Muskelschmerzen
  • Fieber
  • Beschwerden, die einer Grippe ähneln

Anschließende Symptome:

  • Erbrechen
  • Lichtempfindlichkeit
  • Schlaflosigkeit
  • Lähmungen

Wenn du einen Zeckenbiss bei dir festgestellt hast und dich in irgendeiner Weise krank oder abgeschlagen fühlst danach (auch noch einige Zeit später), dann solltest du in jedem Fall einen Arzt aufsuchen und davon berichten. Unterschätze die Gefahr nicht, die von einem Zeckenstich ausgeht und auch noch lange Zeit danach zu schwerwiegenden Problemen führen kann.

Wichtig: Unsachgemäße Entfernung kann das Risiko für Krankheiten erhöhen

Bei der FSME kannst du leider nichts mehr an dem Problem ändern, doch in Sachen Borreliose liegt auch viel in deinen eigenen Händen. Wenn sich die Zecken noch nicht lange festgebissen hat und du sie sanft entfernen möchtest, solltest du aufpassen, dass du dabei sachgemäß vorgehst. Sollte das nicht der Fall sein, könnte das Risiko für eine Infektion deutlich erhöht sein. Achte also darauf, dass der Körper der Zecke beim Entfernen keinesfalls zerquetscht wird.

Was ist, wenn beim Zecken entfernen der Kopf stecken bleibt?

Es ist passiert, der Kopf steckt noch fest, nachdem du den Körper der Zecke entfernt hast. Doch was nun? Doch halt … was ist das eigentlich, was nun noch zu sehen ist? Wirklich ein Kopf? Eigentlich sehen wir nur etwas Kleines, Schwarzes. Doch Zecken, die zur Gattung der Milben gehören, verfügen eigentlich gar nicht über einen Kopf. Stattdessen steckt im schlimmsten Fall das Mundwerkzeug der Zecke bzw. Teile davon noch in der Haut. Du hast nun zwei verschiedene Möglichkeiten.

  • Wenn du eine ruhige Hand hast, dann desinfiziere eine Pinzette und hole das restliche Mundwerkzeug vorsichtig (ohne die Pinzette in der Wunde großartig zu bewegen) aus der Wunde.
  • Falls du dir zu unsicher bist, kannst du auch einen Arzt aufsuchen, der dir dabei behilflich ist.

Falls du nicht zum Arzt möchtest, gäbe es noch eine dritte Möglichkeit (wobei wir das nicht unbedingt unterstützen). Du könntest die Zeckenreste in der Wunde belassen und einfach nichts tun. Der Körper braucht in der Regel nicht viel Zeit, um die Reste abzustoßen, sodass sie von alleine aus der Wunde gelangen. Das ist zumindest sinnvoller, als mit der Pinzette in der Wunde herumzustochern – aber weniger sinnvoll als ein Arztbesuch.

Unser Tipp: Um allerdings zukünftig zu vermeiden, dass Teile der Zecke in der Wunde zurückbleiben, solltest du einerseits generell Zeckenstichen vorbeugen. Sollte es trotzdem einmal zu einem Zeckenbiss kommen, dann war vielleicht die gewählte Methode der Entfernung nicht so passend oder du warst bei der Ausführung nicht nah genug an der Haut. Falls du die Zecke mit einer Pinzette entfernt hast, empfehlen wir dir (für das hoffentlich nie eintretende) nächste Mal lieber eine Zeckenkarte, noch besser ist zumindest unseren Erfahrungen nach ein Zeckenlasso.

Zecken entfernen mit Hausmitteln: Geht das überhaupt?

Möchtest du vielleicht lieber Zecken entfernen ohne Zeckenzange? Dann sind Hausmittel sicherlich sehr spannend für dich. Wir müssen allerdings leider sagen, dass es rein zur Entfernung der Zecke keine wirksamen Hausmittel gibt. Vom Zecken entfernen mit Öl möchten sogar ganz klar abraten, da es somit zu einer zusätzlichen Entzündung der Hautstelle kommen kann.

Öle können aber durchaus präventiv zum Zeckenschutz eingesetzt werden. Neben der langen Kleidung kannst du z.B. Lavendelöl oder auch Nelkenöl als natürlichen Zeckenschutz einsetzen. Auch Tiere werden mit speziellen Zeckenhalsbändern geschützt, die spezielle Gerüche abgeben, um die Schädlinge abzuschrecken.

Wichtig: Es geistert der Mythos herum, dass Zecken auch mit einem glühenden Streichholz entfernt werden können. Wir raten auch von dieser Methode ganz klar ab, denn auf diese Weise kann es sein, dass die Zecke noch deutlich tiefer in die Wunde geschoben wird. Im schlimmsten Fall kann es dadurch zu irreparablen Schäden an Muskeln und Organen kommen.

Fazit zur Zeckenentfernung: Prävention und das richtige Werkzeug

Beim Thema Zecken kommt es insgesamt auf zwei Faktoren an. Einerseits solltest du dich bemühen, einen Zeckenstich bestmöglich von vornherein zu vermeiden und präventiv Zeckenschutz-Maßnahmen einzusetzen. Sollte es doch zu einem Zeckenstich gekommen sein, so ist es wichtig, nicht selbst rumzuquetschen, mit Hausmitteln zu Werke zu gehen oder gar die Finger zu verwenden. Stattdessen solltest du das passende Werkzeug einsetzen, welches sehr preiswert auf dem Markt angeboten wird. Am besten geeignet ist eine Zeckenzange, ein Zeckenlasso oder auch eine Zeckenkarte. Hiermit entfernst du die Zecke mitsamt den Mundwerkzeugen aus der Haut. Achte darauf, dass du für Tier und Mensch jeweils eigene Zecken-Werkzeuge einsetzt und diese zudem vor der Verwendung desinfizierst. Präventiv kannst du mit heller und langer Kleidung sowie einigen ätherischen Ölen einen gewissen Schutz aufbauen und bleibst somit hoffentlich vor einem eventuellen Zeckenstich bewahrt.

Inhaltsverzeichnis

nach oben