Zecken

Zecken

Zecken

Zecken gehören zur Gattung der Milbentiere. Sie sind eine Parasitenart und ernähren sich vom Blut und Gewebesaft von Säugetieren. Weltweit gibt es über 800 Arten von ihnen. Nur in der Antarktis und in der Arktis gibt es keine Zecken. Durch den Biss der Zecke können Krankheiten übertragen und Entzündungen verursacht werden. Natürlich führt das Blutsaugen der Zecken auch zu einem minimalen Blutverlust von etwa 0,3 ml. was dem Gesunden Menschlichem Körper nichts ausmacht.


Vorlieben der Zecken

In unseren heimischen Gefilden am meisten verbreitet ist der Holzbock, der Temperaturen zwischen 17 und 20 °liebt und vor allem im Gebüsch, hohem Gras und Wäldern vor kommt.
Hat die Zecke ein geeignetes Opfer gefunden, wandert sie eine Weile auf dem Opfer hin und her, um sich eine geeignete Stelle für den Biss zu suchen. Hier werden vor allem weiche, warme und dünnhäutige Stellen bevorzugt. Dann bohrt sich die Zecke mit ihren Bohrwerkzeugen in die Haut und sondert eine lokal betäubende und gerinnungshemmende Flüssigkeit ab, damit das Opfer den Stich nicht bemerkt.

Zecken sind FSME- und Borreliose-Überträger

Zeckenimpfung

Zeckenimpfung

Zecken übertragen unter anderem die gefährlichen Krankheiten FSME und Borreliose. Besonders aktiv sind die Zecken im Frühling und Sommer, wenn die Temperaturen konstant über 10° liegen. Im Oktober verschwinden die Zecken von den Wiesen und aus den Wäldern. Entgegen der landläufigen Meinung fallen die Zecken nicht von den Bäumen, sondern werden im Vorbeigehen auf den Körper gestreift. Sie sitzen in Sträuchern, im Unterholz und im hohen Gras. Zecken halten sich zudem gern in der Nähe von Gewässern auf.

Den Borreliose-Erreger tragen fast ein Drittel aller Zecken in sich. Den FSME-Virus enthalten Zecken nur in ganz bestimmten Gebieten wie beispielsweise Bayern.

Zecken im Winter

Sie gelten als eine lästige Begleiterscheinung der warmen Jahreszeit: Sobald die Temperaturen ansteigen, lassen sich die Zecken in der Kleidung des Menschen oder im Fell von Hunden und Katzen finden. Mit ihnen sind aber auch gesundheitliche Risiken verbunden, können die milbenartigen Wesen doch eine Vielzahl an Krankheitserregern übertragen. Gänzlich unbekleidet sollte also niemand durch das hohe Gras der Wiesen oder die flachen Büsche des Waldes wandern. Hier befinden sich die kleinen Parasiten bevorzugt. Wie aber sieht es eigentlich im Winter aus, wenn die Temperaturen die Minusgrade erreichen und eventuell sogar eine dichte Schneedecke liegt – ist auch dann mit einer Gefahr zu rechnen?

Im Winter sind Zecken nicht aktiv

Zunächst einmal gilt die Zecke als sehr robust. Sie kann mehrere Wochen ohne Nahrung auskommen. Auch niedrige Temperaturen bereiten ihr wenig Kummer. Bis zu Minus 10 Grad werden die Spinnentiere dabei ertragen. Eine echte Gefahr für sie entwickelt sich erst, wenn das Thermometer noch weiter absinkt. Die Zecken verhalten sich in solchen kalten Jahreszeiten sehr zurückhaltend. Das ist wichtig, um den Fortbestand zu sichern und möglichst wenig Energie zu vergeuden. Im Regelfall werden sich die Parasiten somit in den unteren Schichten des abgefallenen Laubes aufhalten, wo ein feuchtwarmes Klima herrscht und zumindest ein Schutz gegen die gröbste Kälte besteht.

Die Rückkehr der Zecke bei ansteigenden Temperaturen

Die Zecken lassen sich von der Wärme ihrer Umgebung leiten. Je frostreicher es ist, desto ruhiger verhalten sie sich. Erst in den ganz eisigen Wochen setzt ihnen die Kälte derart zu, dass sie sterben. Im üblichen mitteleuropäischen Winter überleben die Tiere aber zumeist problemlos. Sobald die Temperaturen konstant über dem Nullpunkt liegen, verlassen sie ihr Versteck und begeben sich auf die Suche nach einem Wirt. Gerade beim herkömmlichen Holzbock kann das aber bis in den Frühling hinein dauern, da er es besonders warm mag. Es stimmt somit, dass Zecken eher eine Begleiterscheinung des Frühlings und des Sommers sind und im Winter kein Problem darstellen.